"Eis" machen ohne Eismaschine

Parfait ist ganz leicht herzustellen...und schmeckt genauso toll

28.01.2008 David Feist

Sie möchten Eiscreme selber machen und haben keine Eismaschine? Dann machen Sie doch ein Parfait! Das ist fast dasselbe - und kinderleicht herzustellen.

Ob beim Grillen mit Freunden, dem gemütlichen Fernsehabend zu zweit oder als krönender Abschluss eines hoffentlich perfekten Dinners: Selbst gemachtes Eis macht was her und ist obendrein auch ganz einfach zuzubereiten. Sie haben keine Eismaschine? Die brauchen Sie auch gar nicht. Wir bedienen uns einfach eines Tricks: Das was wir machen, ist nämlich streng betrachtet gar kein Eis, sondern ein Parfait. Für den Genuss spielt dieser kleine Unterschied zwar keine Rolle, für die Zubereitung aber sehr wohl, denn Parfait ist viel einfacher zu machen.

Man nehme

(für 6 Pers.)

125 g Zucker

6 Eigelbe

1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker

500 g Sahne – gut gekühlt, dann lässt sie sich besser schlagen!

2 cl Spirituosen nach Geschmack (Wodka, Obstbrand, Rum…)

Beim Blick auf diese Liste dürfte wohl jedem klar sein, dass hier keine „leichte Küche für jeden Tag“ angepriesen wird - so etwas finden Sie hier.

Und los gehts!

Zuerst die Sahne steif schlagen und kalt stellen.

Die Eier trennen, die Eigelb in eine große Schüssel geben und mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig schlagen. Schaumig bedeutet nicht leicht verrühren, sondern mit dem Handrührgerät mehrere Minuten auf höchster Stufe schlagen, bis es cremig und dickflüssig wird. Den Alkohol hinzugeben. Die geschlagene Sahne vorsichtig unterheben – schon ist die Parfaitmasse fertig!

Jetzt können Sie entweder alles in einer großen Schüssel einfrieren oder die Masse auf mehrere Schüsseln verteilen und einige Stunden, am besten über Nacht, einfrieren. Wenn Sie das gefrorene Parfait auf einen Teller oder eine Platte stürzen wollen, lassen sie kurz heißes Wasser von außen über die Schüssel laufen oder tauchen sie darin kurz ein, dann löst sich das Parfait besser. Aber auch diesen Aufwand kann man sich sparen: Warum nicht einfach die Masse vor dem Einfrieren in Tassen oder Gläser füllen und darin servieren!?

Zahllose Variationsmöglichkeiten

Auf der Grundlage dieses Rezeptes können Sie jedes Parfait zubereiten, das sie sich nur wünschen! Geben Sie einfach zusätzlich - bevor sie die Sahne unterheben - hinein, worauf Sie Lust haben:

Welches Obst hat gerade Saison? Erdbeeren? Kirschen? Himbeeren? Pflaumen? Pürieren Sie es und mischen Sie den Fruchtbrei unter die Masse (Achtung: ganze Früchte werden beim Einfrieren zu hart!). Sind nur Erwachsene anwesend? Ein ordentlicher Schuss Amaretto, Whiskey oder Cognac peppt Ihr Parfait auf.

Und wenn Weihnachten vor der Tür steht: Wie wäre es mit fein gehacktem Lebkuchen, Spekulatius oder Dominosteinen? Vielleicht abgerundet mit Honig oder winterlichen Gewürzen wie Kardamom, gemahlenem Anis oder Zimt.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Spielen Sie herum, experimentieren Sie!

Eines ist jedenfalls garantiert: Ihre Gäste werden begeistert sein.

Tipp: Parfait vor dem Servieren einige Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen – dann wird es noch cremiger!

Parfait „zum mitnehmen“

Wenn sie Ihr Dessert zu einer Sommerparty mitbringen oder auf ein Buffet stellen wollen, können Sie ihm mit zwei Blatt Gelatine eine gewisse „Standfestigkeit“ verpassen. Dann schmilzt der Traum unterwegs nicht so schnell davon und auch nach dem Stürzen bleibt er länger in Form. Sie trauen sich nicht an Gelatine heran? Haben Sie es schon einmal versucht? Es ist wahnsinnig einfach: Die Blätter für einige Minuten in kaltes Wasser legen. Den Alkohol erwärmen, zum Beispiel in einer Tasse in der Mikrowelle. Die eingeweichten Blätter leicht ausdrücken (Sie wollen ja schließlich kein Leitungswasser in Ihrem edlen Parfait, oder?) und in den warmen Alkohol legen. Die Blätter lösen sich auf. Nun rühren Sie die Mischung noch vor der Sahne in die Parfaitmasse - das wars.

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